Beginnen wir mit Ragusa
Nein, nicht die Schweizer Kultschokolade mit ganzen Haselnüssen. Ragusa in Sizilien ist der Herkunftsort unseres Werkstattleiters Francesco.
Ein ruhiger und geduldiger Charakter mit italienischem Temperament, der zwischendurch fröhlich-gefühlvolle Ausbrüche hat, immer für einen Witz zu haben ist – und vor allem hochprofessionell arbeitet.
Erste Erfahrungen als Techniker
Nach seinem Elektronik-Diplom begann er im Café Noir zu arbeiten, eine kleine Rösterei in Ragusa. Drei Jahre lang lernte er dort das Handwerk von Grund auf kennen. In dieser familiären Umgebung machte jeder alles: rösten, verpacken, reparieren. Für ihn, den Techniker, war das der Einstieg in die Welt des Kaffees – eine Welt, die ihn nie wieder losliess!
Vom Kleinbetrieb zur Grossfirma
Der nächste Schritt führte ihn zum Caffè Moak, eine der grössten Röstereien Italiens. Dort übernahm er zunächst die Verantwortung für den Bereich Kapseln und Pads, bevor er als Techniker für klassische Gastronomie-Maschinen arbeitete.
Acht Jahre lang sorgte er dafür, dass Kaffeemaschinen in Cafés und Restaurants zuverlässig Espresso und Cappuccino liefen – ein Job voller Verantwortung und, wie er sagt, oft auch Stress, denn im Gastgewerbe zählt jede Stunde.
Sein prägender Meister
Der nächste Schritt fuhr ihn schliesslich nach Hamburg zu Espresso Tecnica – dem damals grössten technischen Zentrum für Kaffeemaschinen in Norddeutschland. Dort traf er auf die grossen Meister der Kaffeetechnik, vor allem auf Thomas Schulthes und Christian Dettmer. „Ich dachte, ich hätte die Technik bereits gemeistert“, erzählt er, „aber dort bin ich zu dem Fachmann geworden, der ich heute bin».
Ganze neun Jahren, von 2013 bis 2022, arbeitete er dort. Noch heute denkt er dankbar an seinen grossen Lehrer, Thomas Schultes, zurück!
Neues Kapitel in der Schweiz
Nach vielen Jahren auf Reisen, zwischen Hamburg und Ragusa, wo seine Familie lebte, wuchs der Wunsch nach Stabilität. Gemeinsam mit seiner Frau und den beiden Kindern zog er in die Schweiz, wo berufliche Herausforderung und Familie im Gleichgewicht stehen. Er stiess zur KaffeeWerkStadt und wurde dort 2022 von Flo als Werkstattleiter angestellt.
Ruhe und Qualität
In der KaffeeWerkStadt lernte er auch neue Marken und Maschinen kennen, darunter La Marzocco, eine italienische Marke, die in der Kaffeewelt für Exzellenz steht.
Anders als in der Gastronomie arbeitet die KaffeeWerkStadt vor allem mit Privatkunden und Büros. Die ruhigere Arbeitsatmosphäre und der hohe Qualitätsanspruch sind für ihn bis heute eine grosse Bereicherung – und etwas, das Francesco an diesem Umfeld sehr schätzt!