DIE KAFFEESORTEN

Kaffee ist nicht gleich Kaffee: Die Kaffeesorten Arabica und Robusta unterscheiden sich in Geschmack, Anbau und Eigenschaften deutlich voneinander. Doch worin genau liegen die Unterschiede?

Die Kaffeepflanze "Coffea"

Die Kaffeepflanze, botanisch korrekt Coffea genannt, ist ein Baum oder Strauch, an dem rote Früchte, sogenannte Kaffeekirschen, wachsen. In jeder Kirsche sind normalerweise zwei Kaffeebohnen enthalten, bei denen es sich eigentlich um Samen handelt.

In Äthiopien, wo Coffea arabica ursprünglich herkommt, gibt es über 1’000 verschiedene Coffea-Varietäten. Für uns sind jedoch vor allem zwei Arten von Bedeutung: Coffea arabica und Coffea canephora.

Coffea canephora

Vielleicht sagt dir der botanische Name Coffea canephora nicht viel – der Begriff Robusta jedoch schon. Coffea Canephora, also der Robusta-Kaffee, gibt es bereits sehr lange. Bekannt wurde er jedoch gegen 1890. Er kommt ursprünglich aus der Region zwischen dem Kongo und Uganda in Afrika.

Wie der Name schon verrät, handelt es sich dabei um eine robuste und resistente Kaffeepflanze. Besonders gegenüber Krankheiten, Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit.

Robusta mag es warm und gerne feucht. Heutzutage wird Robusta vor allem in Südostasien und Westafrika angepflanzt – und zwar ordentlich. Der Anteil von Coffea canephora liegt weltweit bei rund 40%.

Robusta-Kaffee wächst in der Regel in tieferen Regionen bis ca. 900 m.ü.M. und kann bis zu 10 Meter hoch werden.

Coffea arabica

Lass uns nun die andere bekannte Kaffeepflanze unter die Lupe nehmen – Coffea arabica.

Diese stammt ursprünglich aus der Region Kaffa in Äthiopien und den angrenzenden Gebieten. Bewusst konsumiert wird Arabica-Kaffee etwa seit dem 15. Jahrhundert. Sein Anteil an der weltweiten Kaffeeproduktion beträgt rund 60%. Angebaut wird Arabica rund um den Äquator – im sogenannten Kaffeegürtel.

Arabica wächst in Höhenlagen zwischen gut 1’000 und 2’400 m ü. M. Meist werden Varietäten (Sorten) angebaut, die sich besonders gut für die unterschiedlichen Bedingungen in höheren Lagen eignen.

Geschmack und Koffein

Kommen wir nun zu ein paar weiteren spannenden Fakten über diese zwei Kaffeesorten.

Bei Coffea arabica dauert die Reifezeit länger, da die kühleren Temperaturen in den höheren Regionen für ein langsameres Wachstum sorgen.

Robusta-Kaffee hat einen höheren Koffeingehalt. Dies liegt unter anderem daran, dass es in den höheren Anbaugebieten, wo Arabica-Kaffee wächst, weniger Insekten gibt. Das Koffein ist der natürliche Insektenschutz für die Kaffeepflanze.

Doch warum sind die Aromen bei der Arabica-Pflanze komplexer als beim Robusta?

Arabica-Kaffee hat mehr Säure als Robusta. Das langsamere Wachstum in höheren Lagen kann dazu beitragen, dass sich komplexe und vielseitige Aromen entwickeln.

Robusta-Kaffee hat im Gegensatz zu Arabica einen volleren Körper, weniger Säure sowie ausgeprägtere Aromen von Schokolade und Nuss. Doch auch beim Robusta-Kaffee gibt es verschiedene Varietäten, die ihre eigenen Charakteristika und Aromen mitbringen.

Die Zukunft des Kaffees

Seit einigen Jahren bewegt sich der Robusta-Kaffee in Richtung Spezialitätenkaffee, zwar nicht «Specialty» aber «Fine Cup». Das ist ein ganz neues Geschmackserlebnis: Der Kaffee wird komplexer, feiner und aromatischer. Er bekommt ganz andere Geschmacksnuancen.

Aber auch Arabica-Kaffee findet sich in neuen Geschmackswelten wieder. Besonders entscheidend ist generell die Aufbereitung nach der Ernte. Durch zugänglicheres Wissen erlangen Kaffeeproduzenten mehr «Know-how» über die verschiedenen Arten der Kaffeeaufbereitung, die wiederum neue Geschmacksprofile und Aromen im Kaffee hervorbringen können.

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Mehr aus der Kaffeelounge

Der Röstgrad hat einen entscheidenden Einfluss auf den Geschmack eines Kaffees. Besonders das Verhältnis zwischen Säure und Bitterkeit verändert sich während des Röstprozesses.
Kaffee ist nicht gleich Kaffee: Die Kaffeesorten Arabica und Robusta unterscheiden sich in Geschmack, Anbau und Eigenschaften deutlich voneinander. Doch worin genau liegen die Unterschiede?
Aus dem tiefen Aargau kommt Yves, unser Verkaufsberater und Musiker im Team. Genau, um die Musik werden wir bei der Vorstellung von Yves schlicht nicht herumkommen, denn sie ist ein grosser und bedeutender Teil von ihm.

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