DER RÖSTGRAD

Der Röstgrad hat einen entscheidenden Einfluss auf den Geschmack eines Kaffees. Besonders das Verhältnis zwischen Säure und Bitterkeit verändert sich während des Röstprozesses.

Der Röstgrad

Der Röstgrad beschreibt, wie intensiv eine Kaffeebohne geröstet wird. Er beeinflusst sowohl die Farbe als auch die Aromen und deren Intensität. Bereits kleine Veränderungen im Röstprofil können sich auf die Aromen und vor allem auf das Zusammenspiel von Säure, Körper, Süsse und Bitterkeit auswirken.

Wenn ein Kaffeeröster einen neuen Kaffee einkauft oder erhält, wird beim «Cupping» herausgefunden, wofür sich der Rohkaffee eignet. Kaffeeröster unterscheiden dabei zwischen Filterkaffee und Espresso. Rohbohnen für Filterkaffee sind im Gegensatz zu Bohnen für Espressoröstungen komplexer.

Beim Filterkaffee gibt es verschiedene Stile, wie man den Kaffee rösten kann. Diese reichen von «Nordic» (ganz hell) bis «Omni», wobei sich Letzterer sowohl für Filterkaffee als auch für Espresso eignet.

Beim Espresso gibt es unzählige verschiedene Begriffe für die unterschiedlichen Röstungen. Allgemein kann man Espressoröstungen jedoch in drei verschiedene Kategorien einteilen: Light Roast, Medium Roast und Dark Roast.

Die Temperatur

Je nachdem, wofür sich die Rohbohne eignet (Filter oder Espresso), dauert die Röstung länger oder kürzer und erfolgt bei einer höheren oder niedrigeren Temperatur.

Bei den Röstmaschinen gibt es unterschiedliche Temperaturangaben. Was jedoch bei allen gleich ist, ist die Zeit nach dem sogenannten «First Crack». Dieser lässt sich mit dem Aufpoppen von Popcorn vergleichen, das ebenfalls zunächst Energie aufnimmt und diese beim Aufpoppen wieder abgibt.

Je nach Röstgrad lässt man die Bohnen nach dem «First Crack» unterschiedlich lange weiterentwickeln, bevor man sie aus der Röstmaschine herauslässt.

Von hell bis dunkel

Allgemein kann man sagen, dass hellere Kaffeeröstungen mehr Säure enthalten, die die natürlichen und vielseitigen Aromen mit sich bringt. Je länger man röstet, desto mehr Säure geht verloren. Gleichzeitig bilden sich mit zunehmender Röstdauer mehr Bitterstoffe. Diese sind in den sogenannten Röstaromen enthalten.

Kaffeerösten ist eine Kunst, bei der es um einen Balanceakt zwischen Säure und Bitterkeit geht.

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